ZAHLEN DATEN FAKTEN
Juli/2007 - September/2011
Zu Beginn wurde davon ausgegangen, dass im zweijährigen Projektverlauf ca. 25 neue bzw. zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen und besetzt werden können. Diese Zielvorgabe konnte nach noch nicht mal einem Jahr mit 34 neu geschaffenen Ausbildungsplätzen übertroffen werden! Aktuell haben wir für die gesamte Laufzeit (2007-2011) 156 Ausbildungsplätze vermittelt.
Wir als IDA nutzten unsere vorhandenen guten Kontakten zu betreffenden Betrieben sowie zu Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Wir haben als Projektträger selbst einen Migrationshintergrund, z.T. jahrelange Erfahrungen in der Migrationsarbeit und kennen die Probleme und Bedürfnisse sowohl der Betriebe, als auch der Auszubildenden genau.
Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurden insgesamt 97 Betriebe beraten und unterstützt, z.B. hinsichtlich der notwendigen Bedingungen für die Zuerkennung der Ausbildungseignung, Ausbildungsberufe, Rechte und Pflichten, Ablauf einer dualen Ausbildung und Vermittlung zu relevanten Stellen (insbesondere den Kammern). Die Betriebe wurden bei der passgenauen Besetzung der Stellen mit geeigneten Bewerber/innen beraten und unterstützt, z.B. durch die Vermittlung von Praktika.
Aktuelle Ausbildungsstellen (07/2007 - 09/2011) | |
Betriebe | 97 |
besetzte Ausbildungsplätze | 156 |
Zuständigkeit IHK-Pfalz und Rheinhessen | 95 |
Zuständigkeit HWK-Pfalz und HWK-Rheinhessen | 61 |
davon weibliche Azubis | 49 |
davon männliche Azubis | 107 |
Die Gruppe der 156 Auszubildenden ist sowohl nach Nationalität als auch nach erreichtem Schulabschluss durchaus gemischt. Überwiegend sind es Jugendliche mit Migrationshintergrund.
Nationalitäten der Auszubildenden (07/2007 - 09/2011) | |
Deutsch | 39 |
Türkisch | 98 |
Polnisch | 7 |
Libanon - Iran | 4 |
Russisch | 8 |
89 Jugendliche haben einen Hauptschulabschluss, 51 einen Realabschluss und 16 ein Fachabitur. Der Großteil der Jugendlichen war zuvor längere Zeit (1-3 Jahre) erfolglos auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Der Grund hierfür war einerseits der Migrationshintergrund und andererseits die schwierige persönliche Situation oder schulische Probleme, z.B. hohe Erwartungen der Eltern, enge Wohnräume, kaum Erfahrung und wenig Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche.
Das Projekt hat schon in kürzester Zeit ein sehr positives Image in Ludwigshafen und Umgebung hinterlassen. In diesem Zusammenhang suchen auch schwerbehinderte Jugendliche und Erwachsene Menschen mit Migrationshintergrund einen entsprechenden Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatz. Leider konnte bisher kein Ausbildungsplatz für diese vermittelt werden, aber erfreulicherweise haben zwei schwerbehinderte Menschen mit Migrationshintergrund einen Arbeitsplatz gefunden.
Für die nächsten Jahre ist eine steigende Anfrage – sowohl der Betriebe, als auch der Jugendlichen – zu erwarten. Hierbei soll ein best practice Projekt angestrebt werden, damit durch die Erfahrung in Ludwigshafen auch bundesweit profitiert werden kann.